
Harburg Koordinaten: 53° 27′ 33″ N, 9° 58′ 58″ O
Der Hamburger Bezirk Harburg und an der Süderelbe gelegene Stadtteil ist der Kern der ehemaligen Stadt Harburg (auch als „Harburg an der Elbe“ oder Harburg/Elbe bezeichnet) und der späteren Großstadt Harburg-Wilhelmsburg sowie der ehemalige Verwaltungssitz des Landkreises Harburg.
Ein kurzer historischer Rückblick der letzten knapp 900 Jahre
1133 erstmals urkundlich erwähnte Burg vom Grafen von Stade als Grenzfestung errichtet
1257 gelangte sie in den Besitz der Welfen
1288 das Recht einer freien Gemeinde
1297 schließlich das Stadtrecht
1527 bis 1642 Residenzstadt einer Nebenlinie des Hauses Braunschweig-Lüneburg
1705 zugehörig zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg und späteren Königreich Hannover.
1757 mit Unterbrechungen zugehörig zum französischen Kaiserreich
1814 zugehörig zum Königreich Hannover
1866 als Provinz Hannover zugehörig zu Preußen
prosperierender Industriestandort und Garnisonsstadt
1927 wurden der Stadtkreis Harburg und der Stadtkreis Wilhelmsburg zur Großstadt Harburg-Wilhelmsburg vereinigt
1937 wurde die Stadt im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes, ebenso wie einige Orte des umliegenden Landkreises Harburg, vom Land Preußen an Hamburg übertragen
1938 zugehörig zur Freien und Hansestadt Hamburg
[Quelle: Wikipedia]
Die Zunftgesellschaft der Maurer und auch die der Zimmerer in Harburg – erste Erwähnungen um 1735 – sind somit nach der Harburger Schützengilde v. 1528 die zweitältesten Vereinigungen in Harburg. Ältere Aufzeichnungen sind nicht bekannt bzw. nicht mehr vorhanden.
Die Harburger Zunftgesellschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aktiv an der deutschlandweiten Vorstandsarbeit beteiligt und stellte mehrere Haupt- und Reisekassenverwalter und 1. Vorsitzende. Für die Ausrichtung des Europatreffen der Europäischen Gesellenzünfte [CEG] im Jahre 1978 engagierten sich viele Zunftgesellen, zur Organisation hierfür wurde der Verein zur Förderung europäischer Gesellenzünfte e.V. gegründet, dessen Vorsitz ebenfalls mit Harburger Zunftgesellen besetzt war. Als 1. Vorsitzender fungierte bis zur Auflösung der Kamerad Harke Paulsen/frd.einh. Maurer aus Harburger Gesellschaft.
Aktiv in der Vorstandsarbeit der rechtschaffenen fremden und einheimischen Maurer- und Steinhauergesellen Deutschlands waren aus hiesiger Gesellschaft die Kameraden Emil Garms/frd.einh. Maurer (damals noch Reisekassenverwalter genannt); Wilhelm Kühn jun./frd.einh. Maurer (1. Vorsitzender und Hauptkassenverwalter), Holger Mittelstädt (Hauptkassenverwalter), Dirk Schulze/frd.einh. Maurer (1. Vorsitzender).
Zurzeit besteht die Harburger Gesellschaft aus 11 einheimischen Gesellen und ist beherbergt im Restaurant Kaiserlich am Schwarzenberg. Die Gesellschaft trifft sich jeweils am ersten Freitag des Monats.
Restaurant Kaiserlich, Schwarzenbergstr. 80, 21075 Hamburg
Wortführer ist zurzeit Dirk Schulze, frd.e. Maurergeselle, ihm zur Seite als Herbergs- und Krankenbesucher steht Thorben Wagner, frd.e. Schlossergeselle.
In Ehren gehalten werden unsere Zunftutensilien. Diese sind ein silbernes mit Gravur versehenes Handwerkswappen in einem verglasten Holzschrein aus der Biedermeierzeit von 1824 sowie aus der gleichen Zeit ein hölzernes Wortführer-Reglement mit aus Elfenbein und Holz versehenen Intarsien. Die Handwerkskanne aus Messing wurde 1921 für die Zunftgesellschaft gefertigt. Die hölzerne Brief- und Krankentafel ist von 1926. Die Fahne aus Seidentuch ist in den 1950iger Jahren übernommen worden von einem Harburger Gesangsverein. Diese wurde einseitig auf rotem Tuch zusätzlich verziert mit Handwerkswappen und Abbild eines Maurergesellen und auf beiden Seiten mit neuen bestickten Schriftzügen versehen – der Schwan vom Gesangsverein ist geblieben. Die Farbe rot in Anlehnung an die aus der Zeit der Industrialisierung politische Ausrichtung der stark vertretenen Handwerker und Industriearbeiter.
Ein Willkomm aus dem Jahre 1735 befindet im Harburger Heimatmuseum. Unsere Fahne, das Stubenschild und das Reglement sind mittlerweile einer Restaurierung unterzogen worden. Die Fahne wurde vom Hamburger Unternehmen Fahnenfleck restauriert. Holzschrein und Reglement wurden vom einh.frd. Tischlergesellen und Restaurator im Handwerk dem Kameraden Christian Schilke liebevoll restauriert.
© Dirk Schulze

